Konflikte entstehen meistens aus missverständlicher und/oder verletzender Kommunikation. Um dem vorzubeugen, verpflichten sich alle am Schulleben Beteiligten auf folgende Regeln:
Darüber hinaus stärkt das Kollegium die sozialen Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler, indem
Beschluss der Schulkonferenz vom 03.09.2009
Da es auch bei Beachtung der Regeln des fairen Miteinanders zu Konflikten kommen kann, haben sich Lehrer, Schüler und Eltern außerdem auf einen Verfahrensweg geeinigt, der bei auftretenden Konflikten einzuhalten ist. Dieser Verfahrensweg wurde am 3.9.2009 auf der Schulkonferenz beschlossen und hat daher für alle am Schulleben Beteiligten verpflichtenden Charakter.
Das Gymnasium Steglitz ist mit etwa 800 Schülern eine der größeren Schulen des Bezirks. Die Schule ist ein dynamischer, laufend vielfältige Entwicklungsprozesse initiierender und damit hochaktiver sozialer Organismus. Ungeachtet aller positiven leistungsbezogenen Aspekte lässt es sich an¬ge¬sichts der Vielfalt der interagierenden Personen nicht völlig vermeiden, dass Reibungsflächen inner¬halb der Schülerschaft, zwischen Lehrern und Schülern und gelegentlich auch unter Einbeziehung der Eltern entstehen.
Das Gymnasium Steglitz hat es sich zum Ziel gesetzt, individuelle Konfliktfälle, die so unvermittelt wie unvermeidlich auftreten können und natürlicher Bestandteil eines lebendigen Schullebens sind, mög-lichst frühzeitig zu klären und direkt und auf effektivem Wege Lösungen herbeizuführen, d.h. die Schu-le versucht, umgehend, möglichst innerhalb zweier Schulwochen, den betreffenden Vorgang adäquat zu behandeln.
Um dies zu gewährleisten, ist es nach allseitigem Verständnis unabdingbar, die folgenden Grundsätze zwingend einzuhalten, auf die sich die Eltern, Lehrer und Schüler gemeinsam verständigt haben:
Wir besprechen fachliche oder pädagogische/persönliche Anliegen zuerst mit dem/der betreffenden Kollegen/Kollegin bzw. direkt mit bzw. zwischen den betroffenen Eltern und/oder Schülern. Wir infor-mie¬ren darüber den Klassenlehrer/die Klassenlehrerin.
Bei Bedarf ziehen wir in einem zweiten Schritt den Klassenlehrer/die Klassenlehrerin bzw. auf Eltern-seite die Klassenelternvertreter und/oder auf Schülerseite die geschulten Konfliktlotsen oder den Klassenrat hinzu.
Bei weiterreichenden fachlichen Konfliktthemen beziehen wir den zuständigen Fachbereichsleiter/-leiterin über den Klassenlehrer mit ein.
Sollte es dann noch erforderlich sein, weil das Problem nicht oder nicht vollends gelöst werden konnte, übergeben wir den Vorgang der Schulleiterin gegebenenfalls unter Einbeziehung des GEV-Vorstands bzw. SV-Vorstands.
Es liegt allein im Ermessen und in der Kompetenz der Schulleiterin, sich bereits in einem früheren Stadium in den Konflikt einzuschalten.
I. Was ist Mediation?
Mediation ist eine Form der Konfliktlösung, bei der nicht ermittelt wird, was genau geschehen ist, sondern gefragt wird, wie die Situation von den Beteiligten erlebt wurde.
Es ist eine Form der Gesprächsführung, bei der im Rahmen einer vorgegebenen Struktur und unter aktiver Hilfe eines Mediators die Lösung oder Regelung des Konflikts von den Streitenden selbst gefunden wird. Folglich wird davon ausgegangen, dass die Streitenden am ehesten die beste Lösung für ihr Problem finden können. Es folgt eine persönliche Verantwortungsübernahme für zukünftiges Handeln.
II. Mediation an unserer Schule
Die Erfahrung zeigt, dass Mediation das Klima an einer Schule in positiver Weise verändert. Deshalb ist seit dem Schuljahr 2010/11 die Streitschlichter-AG an unserer Schule aktiv. In regelmäßigen Fortbildungen gewinnen die aktiven Streitschlichter stets neue Schülergenerationen für ihre wichtige Arbeit.
1. Mediationslehrer
Die Arbeit der Streitschlichter wird von Frau Rosenkranz und Frau Harnack angeleitet und unterstützt. Beide Kolleginnen sind umfangreich in der Mediation ausgebildet.
2. Auswahl der Schüler
Da erfahrungsgemäß die meisten für die Streitschlichtung geeigneten Konflikte in der Unter- und Mittelstufe auftreten, haben wir uns entschlossen, Schüler aus den 7. und 8. Klassen für die Ausbildung zum Streitschlichter zu gewinnen. Dadurch ist auch gewährleistet, dass die Schüler ihre Arbeit einige Jahre erfolgreich ausüben können.
Alle zwei bis drei Jahre wird eine neue Gruppe von Streitschlichtern zusätzlich ausgebildet. Dadurch wird die Kontinuität der Arbeit sichergestellt. Zugleich haben wir dadurch in allen Jahrgangsstufen ab Klasse 7 ausgebildete Streitschlichter, die für die Konfliktlösung herangezogen werden können.